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Swiss L'Abri Book Resource

Auf Englisch

Hintergrund
Geschichte


L'Abri entstand 1955, als Dr. Francis und Edith Schaeffer sich entschieden, ihr Haus in der Schweiz für fragende und suchende Menschen zu öffnen. In vielen Diskussionsabenden und Gesprächen mit vorwiegend jungen Leuten hatten sie ein wachsendes Bedürfnis nach ehrlicher und intensiver Auseinandersetzung mit zentralen Lebens- und Weltanschaungsfragen wahrgenommen. Schaeffers hatten den Wunsch, dass ihr Haus ein Ort sein könnte, an dem Menschen diesen Fragen nachgehen und vom christlichen Glauben her zufriedenstellende Antworten finden können. Zugleich sollten die Gäste christliche Gemeinschaft auch ganz praktisch erfahren können. Schaeffers nannten die entstehende Arbeit “L'Abri³ (franz. “Zuflucht, Obdach³), weil sie einen geschützten Raum bieten wollten angesichts der Herausforderungen und Veränderungen des 20. Jahrhunderts

Im Laufe der Zeit kamen so viele Menschen, dass weitere Mitarbeiter/innen benötigt wurden, um die Arbeit in Huemoz (Nähe Genfer See) durchzuführen. Nach und nach entstanden neben der ersten L'Abri-Gemeinschaft weitere Zweige in anderen Ländern. Darüber hinaus wurden L'Abri-Mitarbeiter vermehrt zu Konferenzen und Vorlesungen eingeladen, zahlreiche Bücher veröffentlicht und einige Filme produziert.

Inhaltliche Schwerpunkte Die wichtigsten inhaltlichen Schwerpunkte von L'Abri lassen sich grob in vier Punkten zusammenfassen: 1. Der christliche Glaube wurzelt nicht nur in einem subjektiven Erlebnis, sondern in der Wahrheit. Grundlegend ist dabei die Bibel als das Wort Gottes. Dieses Gegründetsein in der Wahrheit bedeutet, dass der christliche Glaube rational verantwortet werden kann und Fragen willkommen und ernst zu nehmen sind. 2. Der christliche Glaube betrifft nicht nur einen schmalen religiösen Bereich, sondern das Ganze des Lebens. Entsprechend sollen viele der in L'Abri erarbeiteten Materialien helfen, eine christliche Perspektive in den Künsten, in der Politik, in den Sozialwissenschaften usw. zu entwickeln. 3. In der lebendigen Beziehung zu Gott findet der Mensch zu seinem wahren Menschsein. Das Ziel christlicher Existenz kann deshalb nicht darin bestehen, auf einer höheren “spirituellen Ebene³ zu leben oder eine lebensverneinende Haltung einzunehmen. 4. Die Wirklichkeit der menschlichen Sünde und ihrer Auswirkungen ist ernst zu nehmen. Bis zur Wiederkunft Jesu Christi sind wir und ist die Welt, in der wir leben, betroffen und gezeichnet von der Entstellung der Sünde. Obwohl die Bedeutung des Denkens betont wird, ist L'Abri nicht nur ein Ort für Intellektuelle. Das Leben ist genauso wichtig wie das Denken. Deshalb ist es den Mitarbeitern ein Anliegen, die Wahrheit nicht nur in einer engagierten Diskussion, sondern auch im alltäglichen Leben erfahrbar werden zu lassen.


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L'Abri-Alltag

Das Zusammenleben in den verschiedenen Zweigen unterscheidet sich und hat sich auch seit den ersten Tagen von L'Abri, die Edith Schaeffer in ihrem Buch “L'Abri³ schildert, verändert. Was alle Zweige aber weiterhin verwirklichen wollen, ist der Œfamiliäre' Charakter der Arbeit. In jedem Zentrum leben eine oder mehrere Familien und Alleinstehende als Mitarbeiter mit denen zusammen, die als Gäste nach L'Abri kommen. Dabei wohnen die Gäste z.T. noch in den Häusern der Mitarbeiter oder nehmen zumindest viele Mahlzeiten mit ihnen ein. Entsprechend ist das Leben informell und persönlich, obwohl jeder Zweig im Grunde ein Studienzentrum bildet.

Ein typischer Tag teilt sich auf in einen halben Tag persönliches Studium z.B. in der Kassettenbibliothek und einen halben Tag praktischer Mitarbeit in Küche, Haus oder Garten. Während der Mahlzeiten finden häufig ausführliche Diskussionen statt und an einigen Tagen der Woche gibt es Vorträge, Filme oder Bibelstudien. Viele der “Studierenden³ bedenken und diskutieren während eines Aufenthalts wichtige Lebensentscheidungen und grundlegende Fragen. In wöchentlichen Tutorien bespricht jeder Gast seine Fragen intensiv mit einem Mitarbeiter. Feste Kurse werden nicht angeboten.

Die Aufenthaltsdauer der Gäste ist unterschiedlich, sie reicht von einem Wochenende bis hin zu zwei oder drei Monaten. Ebenso unterschiedlich ist ihre Einstellung zum christlichen Glauben. Deshalb kommen in den Gesprächen ganz unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zum Tragen. Die meisten Gäste sind zwischen 20 und 40 Jahre alt, gleichwohl sind Menschen jeden Alters willkommen. Jeder Zweig hat eigene Öffnungszeiten, Tagesraten (z. Zt. zwischen 13 und ca. 25 Euro) und Anmeldeformalitäten. Aktuelle Informationen auch über Tagungen und Konferenzen finden sich jeweils bei den einzelnen Zweige.